Architektur beginnt mit einem Entwurf. Heiztechnik kommt häufig später.

Genau an dieser Schnittstelle entstehen Herausforderungen, die Architekturbüros aus ihrer täglichen Planung kennen: Wo verlaufen Installationsschächte? Welche Wandflächen müssen für Heizkörper freigehalten werden? Welche Bodenaufbauten sind möglich? Wie viel Platz benötigen Technik und Leitungen? Und wie lassen sich große Fensterflächen, Türen und die spätere Möblierung mit der Heizlösung vereinbaren?

Heiztechnik ist damit längst Teil der Gebäudeplanung – auch wenn sie häufig noch nicht als solcher gedacht wird.

Die Frage ist deshalb nicht nur, welche Heizlösung technisch funktioniert. Entscheidend ist auch, wie gut sie sich in den architektonischen Entwurf und den vorgesehenen Gebäudeaufbau integrieren lässt.

Architekt und TGA: zwei Perspektiven, ein Gebäude

Die Planung eines Gebäudes ist das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen. Architekten denken in Raum, Nutzung, Gestaltung und Konstruktion. Die TGA-Planung sorgt dafür, dass die technische Gebäudeausrüstung zuverlässig funktioniert und die erforderlichen technischen Anforderungen erfüllt werden.

Beides ist notwendig.

Die Herausforderung entsteht dort, wo technische Systeme den architektonischen Entwurf nachträglich einschränken.

Ein klassischer Heizkörper benötigt eine geeignete Wandfläche. Leitungen müssen geführt und Anschlüsse vorgesehen werden. Technische Komponenten benötigen Platz. Gleichzeitig müssen Bodenaufbau, Fensterflächen, Türen und spätere Möblierung mit der Heizlösung vereinbar sein.

Diese Anforderungen müssen nicht zwangsläufig zu einem Konflikt führen. Entscheidend ist, wann und wie die Heiztechnik in die Planung einbezogen wird.

Je früher die Heizlösung feststeht und mit Architektur und TGA abgestimmt werden kann, desto besser lassen sich technische Anforderungen in den Gesamtentwurf integrieren.

Die entscheidende Frage lautet deshalb:

Warum sollte sich die Architektur an die Heiztechnik anpassen müssen – und nicht umgekehrt?

Wenn die Heizfläche Teil des Gebäudeaufbaus wird

Eine Möglichkeit, diese Perspektive zu verändern, sind integrierte Flächenheizsysteme.

Statt die Heiztechnik als separates Element in einem fertigen Raum zu platzieren, kann die Heizfunktion direkt in Wand-, Boden- oder Oberflächenaufbauten integriert werden.

Genau hier setzt thermoheld an.

Die verschiedenen thermoheld-Systeme sind so konzipiert, dass sie sich in bereits etablierte Bauweisen und Materialien integrieren lassen. Je nach baulicher Situation kann die Heizfunktion dabei Bestandteil einer Wand, eines Bodenaufbaus oder einer Oberfläche werden.

Die Heiztechnik wird damit nicht zum zusätzlichen Objekt im Raum, sondern integriert sich direkt in den Gebäudeaufbau.

thermoheld WAND: Heiztechnik im Trockenbau

Bei thermoheld WAND wird die Heizfunktion in eine Gipskartonplatte integriert.

Die beheizbare Platte wird ähnlich wie eine herkömmliche Trockenbauplatte verarbeitet und kann dadurch in entsprechende Wand- und Trockenbaukonzepte integriert werden.

Für Architekturbüros kann das insbesondere dort interessant sein, wo Wandflächen ohnehin als Trockenbau ausgeführt werden und gleichzeitig möglichst viel Freiheit bei der späteren Raumnutzung gewünscht ist.

Statt einen klassischen Heizkörper an einer bestimmten Stelle der Wand vorsehen zu müssen, wird die Heizfläche selbst Teil der Wand.

Das kann neue Möglichkeiten bei Möblierung, Raumgestaltung und Grundrissplanung eröffnen.

thermoheld FLIESE: Heiztechnik für geflieste Flächen

Auch geflieste Flächen lassen sich als Heizfläche nutzen.

Bei thermoheld FLIESE wird die beheizbare Armierung direkt in den Fliesenkleber integriert. Dadurch kann die Heizfunktion unmittelbar mit dem Fliesenaufbau verbunden werden.

Besonders interessant ist das für Bäder und andere Räume, in denen Fliesen ohnehin den wesentlichen Oberflächenaufbau bestimmen.

Damit muss die Heiztechnik nicht als zusätzliches Element in den Raum integriert werden. Die Heizfunktion wird dort untergebracht, wo ohnehin ein entsprechender Aufbau vorgesehen ist.

thermoheld BODEN: Heiztechnik im Bodenaufbau

Bodenaufbauten stellen in der Planung eine weitere wichtige Schnittstelle dar.

Aufbauhöhe, Bodenbelag und gewählte Heizlösung müssen zusammenpassen. Gerade bei bestimmten Bauweisen oder Sanierungsprojekten kann es relevant sein, zusätzliche Eingriffe in den Bodenaufbau möglichst gering zu halten.

thermoheld BODEN integriert die Heizfunktion in ein Glasfaservlies für schwimmende Bodenbeläge.

Damit kann die Heiztechnik in den bestehenden Bodenaufbau integriert werden, ohne dass dafür zwangsläufig ein klassisches wasserführendes Heizsystem mit entsprechenden Leitungsführungen und Aufbauhöhen erforderlich ist.

thermoheld FLEX: Wenn der Eingriff in die Bausubstanz möglichst gering bleiben soll

Nicht jedes Projekt beginnt auf der grünen Wiese.

Gerade bei Sanierungen, Umbauten oder Modernisierungen können bestehende Gebäude und Oberflächen die Möglichkeiten der technischen Planung einschränken.

thermoheld FLEX ist als beheizbare Tapete für solche Situationen konzipiert. Die Montage kann schnell erfolgen, ohne tief in die bestehende Bausubstanz eingreifen zu müssen.

Damit eröffnet sich eine weitere Möglichkeit, Heizflächen dort zu schaffen, wo ein umfassender Eingriff in Wand oder Boden nicht gewünscht oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.

Auch die technische Infrastruktur muss in den Entwurf passen

Bei der Integration von Heiztechnik geht es nicht nur um die eigentliche Heizfläche.

Auch Netzteile, Anschlüsse und Leitungswege müssen berücksichtigt werden. Gerade bei kleineren Wohneinheiten oder Projekten mit begrenztem Technikraum kann der Platzbedarf der technischen Infrastruktur eine Rolle spielen.

Die thermoheld-Netzteile können sowohl aufputz als auch unterputz montiert werden und sind bewusst schlank ausgeführt. Dadurch lassen sie sich flexibel in das jeweilige Projekt integrieren.

Bei größeren Projekten mit vielen Wohneinheiten kann je nach Auslegung ein eigener Technikraum erforderlich werden. Auch hier bleibt der Platzbedarf im Vergleich zu klassischen wassergeführten Heizsystemen mit entsprechendem Anlagen- und Speicheraufwand gering.

So lässt sich die technische Infrastruktur kompakt und flexibel in das jeweilige Gebäudekonzept integrieren.

Die Bauweise entscheidet mit

Nicht jede Heizlösung passt zu jedem Gebäude.

Holzbau, Massivbau, serielle Baukonzepte, Neubau und Sanierung bringen jeweils unterschiedliche Anforderungen an Wand-, Boden- und Deckenaufbauten mit sich.

Deshalb sollte die Auswahl der Heiztechnik nicht losgelöst vom Gebäude betrachtet werden.

Eine Lösung, die sich gut in einen Trockenbau integrieren lässt, kann für ein Projekt interessant sein, bei dem andere Systeme weniger flexibel wären. Eine Heizlösung für schwimmende Bodenbeläge kann bei einem entsprechenden Bodenaufbau Vorteile bieten. Und bei einer Sanierung können Systeme interessant werden, die mit möglichst wenigen Eingriffen in die bestehende Bausubstanz auskommen.

Die Frage sollte daher nicht nur lauten: Welche Heizung ist technisch möglich?

Sondern auch:

Welche Heizlösung passt zu diesem Gebäude, diesem Aufbau und diesem Bauprozess?

Planung und Auslegung als Teil der Lösung

Für Architekturbüros ist deshalb nicht nur entscheidend, welche Heiztechnik eingesetzt wird. Entscheidend ist auch, wie sie geplant und in das Projekt integriert wird.

Bei thermoheld endet die Unterstützung nicht beim Produkt. Projektpartner werden von der Planung und Auslegung bis zur Umsetzung begleitet.

Dabei können beispielsweise Fragen betrachtet werden wie:

  • Welche Heizflächen werden für das jeweilige Projekt benötigt?
  • Welche Wand- oder Bodenflächen eignen sich?
  • Wie lässt sich die Heiztechnik in den geplanten Aufbau integrieren?
  • Wo können Netzteile und Anschlüsse sinnvoll positioniert werden?
  • Welche Anforderungen ergeben sich aus Bauweise und Nutzung?
  • Wie lässt sich die Lösung mit den beteiligten Gewerken koordinieren?


Das Ziel ist dabei nicht, die Architektur an ein bestimmtes Heizsystem anzupassen.

Vielmehr soll die Heiztechnik so gewählt und geplant werden, dass sie sich möglichst sinnvoll in das Gesamtkonzept des Gebäudes einfügt.

Mehr Freiheit beginnt bei der Planung

Heiztechnik wird auch in Zukunft ein technischer Bestandteil jedes Gebäudes bleiben. Die Frage ist jedoch, wie sichtbar und raumgreifend diese Technik in der Planung sein muss.

Wenn Heizflächen direkt in Wand-, Boden- und Oberflächenaufbauten integriert werden können, verändert sich auch die Rolle der Heizung im architektonischen Entwurf.

Der klassische Heizkörper ist ein separates Objekt, für das im Raum Platz geschaffen werden muss.

Eine integrierte Flächenheizung kann dagegen Bestandteil eines ohnehin geplanten Bauteilaufbaus werden.

Damit verschiebt sich die Perspektive:

Nicht mehr nur überlegen, wo die Heizung noch Platz findet.

Sondern von Anfang an planen, wie sich die Heiztechnik sinnvoll in das Gebäude integrieren lässt.

Für Architekten bedeutet das vor allem eines: mehr Möglichkeiten bei der Planung.

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